Sommer, Sonne und Gewitter

Im Sommer scheint nicht immer nur die Sonne, das wäre aber auch langweilig auf Dauer. Immer mal wieder regnet es und die Gräser und Bäume freuen sich. Wieso ein heftiges Unwetter besonders häufig im Sommer vorkommt, erklären wir dir heute.

 

So gerne wir die Sonne im Sommer auch haben, spielt sie doch auch eine große Rolle bei der Entstehung eines ordentlichen Sommergewitters. Manche Menschen finden es bei Blitz und Donner besonders kuschelig, manche tanzen gerne im Regen und manche würden sich bei Gewitter am liebsten unter der Decke verstecken. Was macht ihr denn am liebsten bei Gewitter?

Aber wie entsteht Gewitter eigentlich und wieso taucht es so häufig im Sommer auf?

Im Sommer wird der Erdboden durch die Sonne aufgeheizt. Dadurch wird auch die Luft darüber erwärmt und die warme Luft steigt nach oben in den Himmel auf. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Auf ihrem Weg nach oben kühlt sich diese feuchte Luft dann immer mehr ab und es entsteht Wasserdampf - den kennt ihr doch bestimmt vom Duschen im Badezimmer? Das ist dann die Wolke. Diese wächst dann weiter zu einer Gewitterwolke an. Wenn die kühler werdende Luft aufsteigt, entsteht elektrische Spannung, die in Form eines Blitzes sichtbar wird. Dabei wird die Luft in einem Blitz bis zu 30.000 Grad heiß! Das ist viermal so heiß wie die Sonnenoberfläche. 

Diese heiße Luft dehnt sich explosionsartig aus, das Grollen, was dabei entsteht, kennen wir als Donner. Die Tropfen, die als Regen oder Hagel während des Gewitters auf die Erde fallen, entstehen aus dem Wasserdampf. 

Gewitterwolke

Sieht man den Blitz oder hört man den Donner eigentlich zuerst?

Licht ist viel schneller als Schall, dementsprechend sehen wir zuerst den Blitz und dann wenig später, hören wir das Donnern.

Ein Blitz dauert circa 0,1 bis 0,2 Sekunden an, das ist nicht länger als ein Wimpernschlag. Ein Blitz bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 100.000 Kilometern pro Sekunde und ist etwa 5 bis 10 km lang.

Aber wisst ihr wie man erkennt, wie weit ein Gewitter entfernt ist?

So kannst du die Entfernung zum Gewitter errechnen:

  1. Zähle die Sekunden, die zwischen Blitz und Donner liegen (z.B. 6 Sekunden).
  2. Teile die gezählten Sekunden durch 3 (6:3 = 2).
  3. Das Gewitter ist noch 2 Kilometer von dir entfernt!

Ist ein Gewitter gefährlich?

Auch wenn ein Gewitter manchmal ziemlich bedrohlich wirken kann, muss man eigentlich keine Angst haben. Trotzdem ist es wichtig, ein paar Punkte zu beachten:

Bei Gewitter sollte man sich nicht im Wasser aufhalten (im Freibad oder im See). Auch im Wald oder auf einem großen Feld kann es gefährlich sein. In diesem Fall sollte man sich nicht hinter Bäumen verstecken. Am sichersten ist es bei einem Gewitter in die Hocke zu gehen und die Beine möglichst nah zusammenzustellen.

Übrigens, in einem Auto oder im Zug ist man bestens geschützt während eines Gewitters. Aber am schönsten ist es doch, das Gewitter von zu Hause aus dem Fenster zu beobachten. Dazu passt ein Spieleabend mit den Liebsten perfekt, wie wär's mit Monopoly oder einem kleinen Kartenspiel?